Tagung Cultural Distinctions Remediated: Beyond the High, the Low, and the Middle (American Studies, Leibniz Universität Hannover; 15.-17.12.2011)
Die Tagung widmet sich aktuellen Veränderungen der medialen Landschaft, vor allem im Blick auf Kategorien kultureller Distinktion. Traditionell geschah die Einordnung von Medienprodukten (Literatur, Musik, visuelle Kultur) im Bezug auf die Kategorien der Hoch-, Populär- und Massenkultur. Begriffe wie Kunst und Kitsch, Qualität und Trash, Mainstream und Alternative dienten zur weiteren Ausdifferenzierung des kulturellen und medialen Feldes, allerdings im allgemeinen ohne eine high/low-Distinktion aufzuheben. Eben diese Distinktion aber wird in den Zeiten der digitalen Konvergenz von Bildschirmmedien sehr grundlegend in Frage gestellt oder doch zumindest neu entfaltet. Die Phänomene des 'Qualitätsfernsehens' oder der Graphic Novel sind nur zwei von vielen Beispielen für eine Neubewertung von Produkten, die ursprünglich in einem anderen medialen Kontext entwickelt wurden, dazu treten neue Produkte auf den Plan (z.B. transmedial artikulierte Produkte, Ereignisse und Personae), die in den alten Kategorien nicht mehr zu fassen sind. Um diesen Prozess der 'Remediatisierung', der etablierte Medien und Medienensembles ebenso betrifft wie neue mediale Konfigurationen und Formate, wird es bei der Tagung gehen. Die Hauptvorträge werden von Jason Mittell (American Studies and Film & Media Culture, Middlebury College) und Lynn Spigel (Screen Cultures, Northwestern University) gehalten.
Kontakt und weitere Informationen: Felix Brinker


