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Going Abroad

The Master of Advanced Anglophone Studies encourages students to substantiate the knowledge attained in seminars and lectures through self-directed and applied project work. The project modules "Research and Internship" and "Independent Studies" offer scope for the exploration and expansion of interests.

The module "Research and Internship" gives students the opportunity to research possible topics for their final theses, to broaden their own research interests, or to explore a possible future field of employment.

The following experience reports in German and English give an overview over how and where students decided to spend their time abroad.

 

 

 

Januar-April 2011: Praktikum am Department of Germanic Studies, Trinity College Dublin, Irland (Stefanie John)

Mein Auslandsaufenthalt im Masterstudium führte mich in die irische Hauptstadt Dublin – oder Baile Átha Cliath, wie es in der offiziellen Landessprache heißt. Für drei Monate arbeitete ich dort als Praktikantin am Germanistikinstitut des Trinity College, eine der renommiertesten und traditionsreichsten Universitäten Irlands. Mit dem Praktikum baute ich auf mein schon früher gewecktes Interesse am Unterrichten von Deutsch als Fremdsprache auf – ein Fachgebiet, das sich neben meinem literaturwissenschaftlichen Schwerpunkt zu einer Art akademischem Steckenpferd entwickelt hatte. Die Idee, im englischsprachigen Ausland nun in die Praxis einzusteigen und selbst Deutsch zu unterrichten schien mir eine ideale Ergänzung zu meinem Studium der anglophonen Kulturen und Literaturen. Finanzielle Unterstützung für den Aufenthalt erhielt ich durch das Leibniz-PROMOS-Stipendium, für das ich mich direkt bei der Leibniz Universität bewarb.

Am Trinity besteht seit einigen Jahren ein festes Praktikantenprogramm (wie übrigens an vielen britischen und irischen German Departments), was für meine Arbeit zahlreiche Vorteile darstellte. So unterrichteten außer mir noch vier weitere Praktikanten bzw. Praktikantinnen am German Department, mit denen ich mich über Unterrichtsideen austauschte und schnell Freundschaften schloss. Auch wurde ich von zwei Sprachlektorinnen professionell betreut und konnte nicht nur von meinen praktischen Lehrerfahrungen in Konversationsunterricht und einem Tutorium zur deutschen Kulturgeschichte für die Studierenden des first und second year profitieren, sondern auch von kritisch-didaktischen Reflexionen. Darüber hinaus wirkte ich bei der Gestaltung außerunterrichtlicher Aktivitäten für die Studierenden mit, wie z.B. der German Theatre Group oder deutschsprachigen Pub-Abenden.  Das Praktikum bot mir also nicht nur einen fundierten Einblick in das irische Universitätssystem sondern auch spannende persönliche Erfahrungen im kulturellen Austausch zwischen Deutschen und Iren. Die Stadt Dublin tat ihr übriges, um meine Faszination für die bewegende irische Geschichte zu wecken und bot außerdem die Gelegenheit, die Spuren literarischer Größen wie Oscar Wilde – der selbst einige Zeit am Trinity studierte – oder James Joyce zu verfolgen. Diese drei Monate haben mich für ein kleines Land begeistert, das heute von seinen wirtschaftlichen Problemen genau so geprägt ist wie von seiner Musikkultur, seinen historischen politischen Umbrüchen und seinem unbeständigen Wetter. Das Praktikum wiederum bestärkte meine Motivation, im Bereich DaF weiterzuarbeiten und ich freue mich unglaublich, nach meinem MA-Abschluss im Herbst 2011 als DAAD-Sprachassistentin nach Irland zurückkehren zu können.

Juli & August 2010: Creative Writing Summer School an der University of Sussex in Brighton (Lena S.)

Mein Aufenthalt an der University of Sussex in Brighton, Südengland, war sicherlich einer der Höhepunkte meines Studiums. Im Rahmen der Internationalen Summer School habe ich dort von Juli bis August 2010 einen Kurs im Kreativen Schreiben belegt. Den Besuch einer Summer School fand ich vor allem deshalb interessant, weil ich gerne das Campusleben kennen lernen  und mit vielen englischen Muttersprachlern in Kontakt kommen wollte.

Aus dem umfangreichen Angebot entschied ich mich für einen Kurs im Kreativen Schreiben, da dieses Fach an deutschen Universitäten weniger etabliert ist als im englischsprachigen Raum und ich gerne die Gelegenheit nutzen wollte, auf diesem Wege einen näheren Einblick in die Praxis des kreativen Schreibens zu erhalten, um daraus nicht nur persönlichen Gewinn zu ziehen, sondern auch Erkenntnisse zu erlangen, die für eine berufliche Karriere in den Medien, beispielsweise in einem Verlag, von Nutzen sein können.

Meine Erwartungen hinsichtlich des Kurses haben sich auch weitestgehend erfüllt und es war eine interessante Erfahrung, selbst einmal die Perspektive einer Autorin einzunehmen und Feedback in Bezug auf meine selbst verfassten Texte zu erhalten. Trotz des vergleichsweise hohen Arbeitsaufwands blieb auch immer noch genug Zeit, um Land und Leute kennen zu lernen und somit einen Einblick in die Kultur Südenglands zu erhalten.

Forschungsreise an die University of California, Berkeley (Janna Wanagas)

Ich habe im Rahmen des Moduls Research and Internship im Mai/Juni 2010 eine Forschungsreise nach Berkeley gemacht, um dort für meine Masterarbeit zu recherchieren. Die Idee zu einer Forschungsreise hat sich schon zu Beginn meines Masterstudiums entwickelt, denn für mich stand schnell fest, dass ich im Anschluss promovieren würde. Ich wollte also die Gelegenheit nutzen und schon mal so eine Reise gemacht haben. Außerdem konnte ich direkt Kontakte  aufbauen und insbesondere die Bibliotheken, Kollektionen und Archive nutzen (auch schon im Hinblick auf mein Dissertationsprojekt). Der Ort ergab sich dann durch das Thema meiner Arbeit, die ich im Bereich der Asian American Studies schrieb, beinahe von selbst: Berkeley und San Francisco. Einerseits bietet die University of California, Berkeley eine der umfangreichsten Sammlungen im Bereich der Asian American Studies, andererseits lebt und arbeitet die Autorin Maxine Hong Kingston hier, über deren Werk China Men ich schrieb. Darüber hinaus finden sich interessante Orte aus der asiatisch-amerikanischen Geschichte ganz in der Nähe: die sehr unterschiedlichen Chinatowns von San Fransisco und Oakland wie auch die Insel Angel Island. Angel Island ist das Pendant zu Ellis Island: hier kamen die asiatischen Einwanderer an und wurden teilweise monatelang festgehalten und befragt. Heute befindet sich auf der Insel ein Museum. Diese Forschungsreise hat mich nicht nur in meiner Zukunftsplanung bestätigt, sondern war eines der aufregendsten und inspirierendsten Erlebnisse während meines Studiums. Ich bekam für diese Reise ein Stipendium des DAAD. Eine frühzeitige Planung ist für die Bewerbung um ein solches Stipendium sehr wichtig, da der DAAD relativ lange Fristen hat.

Februar – März 2009: Praktikum bei Montagu Evans, London, UK (Kristin Bartels)

I spent my internship for the module “Research and Internship” in February and March 2009 at Montagu Evans, which is a property consultancy in the centre of London. I did not choose this company myself, but assigned the German PractiGo to find a placement as well as accommodation for me in London. I sent a CV as well as a Cover Letter to PractiGo who then provided me with a single-room accommodation in Lee, which is part of the borough of Lewisham in southeast London, and a job interview at Montagu Evans. A couple of weeks before the internship, I received additional information on the company stating its type of business, number of employees and my individual tasks.

During my internship, I worked as the personal assistant of the Business Development Manager in the Rating department. Montagu Evans is a property development company, which linked my prior marketing experience with the property sector. The qualifications for the internship included a university degree, good skills of English, and a high level of independence. Furthermore, the placement required a strong will to learn about marketing and the courage to openly ask questions about the assigned tasks. Additionally, I was asked to be self-dependent and reliable. These personality skills were most important because I was working in the office by myself on three days of the week, when the Business Development Manager would work from home.

I decided to accept the offered internship in the field of marketing because of my personal interest in marketing. However, I did not know what to expect; thus, the internship helped me to gain knowledge and experience in marketing. Additionally, I was motivated by the job interview. The Business Development Manager told me about her work and current projects as well as my personal responsibilities. I gained the feeling that my internship would be very beneficial and involve different tasks than taking phone calls and making tea. Therefore, I decided to take up the challenge.

I was curious to see what working in a professional environment would be like and if I could handle living in a busy city such as London. My personal goals for this internship were to speak and improve my English in a professional environment as well as to acquire professional experience within the field of marketing.

This work placement was a rewarding experience because it helped me to improve my professional skills. I also felt integrated and involved in a well-known company and in particular in the Rating department. I achieved my personal goals and applied my knowledge, which I acquired during my studies, and was, therefore, awarded a brilliant internship experience.

Februar bis April 2009: Praktikum am Goethe-Institut in London

Von Februar bis April 2009 absolvierte ich im Rahmen des Research and Internship-Moduls ein dreimonatiges Praktikum am Goethe-Institut in London. Das Goethe-Institut ist das weltweit tätige Kulturinstitut der Bundesrepublik Deutschland. Briten können am Goethe-Institut in London nicht nur die deutsche Sprache lernen, sondern ebenfalls ein reiches Kulturangebot, wie z.B. Kunstausstellungen, Filmverführungen, Lesungen und Konzerte, wahrnehmen. Da ich mich  im Anglistik- und Germanistikstudium schon lange aus fachlicher und persönlicher Perspektive für die deutsch-britischen Kulturbeziehungen interessiert hatte, wollte ich mit einem Praktikum einen direkten Einblick in die interkulturelle Arbeit des Goethe-Instituts gewinnen. Die Bewerbung gestaltete sich dabei recht einfach über die Bewerbungsmaske auf der Website des Goethe-Instituts, wo regelmäßig Praktikumsstellen ausgeschrieben werden.

Während meiner Praktikumszeit arbeitete ich in der Sprach- und Bildungsabteilung des Goethe-Instituts. Hier war ich anfangs vor allem im Sprachkursbüro tätig, von dem aus alle Sprachkurse koordiniert werden. Besonders der rege E-Mailverkehr, die Arbeit an zahlreichen Flyern und Prospekten und die täglichen Telefongespräche mit den Studierenden halfen mir hier, mein „professional English“ langfristig zu stärken. Nach einer Hospitationsphase unterrichtete ich schließlich auch selbst Kurse auf nahezu allen Niveaustufen. Viel Spaß machten auch unsere Projekttage zum deutschen Kino an britischen Schulen und die Zusammenarbeit mit dem Fußballverein „Arsenal“, der uns einige Male ins Stadion einlud, um dort im Rahmen des „Double Club“-Projekts mit britischen Schülern gemeinsam Fußball zu spielen und Deutsch zu lernen. Als Praktikantin am GI war ich ebenfalls in der Deutschen Botschaft, beim DAAD, der UK-German-Connection und dem Austrian Cultural Forum im Rahmen gemeinsamer Projekte zu Gast.

Durch das Praktikum hatte ich natürlich auch die einmalige Gelegenheit, drei Monate in DER britischen Kulturmetropole zu leben und London, seine beeindruckenden Theater, Museen, Cafés und Flohmärkte richtig kennen zu lernen. Sowohl das Praktikum als auch das Leben in London erweckten schließlich den Wunsch in mir, nach meinem Masterabschluss längere Zeit in einem ähnlichen Feld in Großbritannien tätig zu sein. Nicht zuletzt war mein Praktikum beim Goethe-Institut somit der Beweggrund für meine derzeitige Tätigkeit als DAAD-Sprachassistentin am German Department der University of Edinburgh.