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Referendariat

 

FAQ - Das Referendariat von der Bewerbungs- bis zur Abschlussphase

  • Welche Fächer sind zurzeit an niedersächsischen Gymnasien besonders gesucht?
  • Wie viele Referendariatsplätze für Englisch gibt es in Niedersachsen/Hannover?
  • Wie genau sieht das Vergabeverfahren für die Referendariatsplätze aus? Wie komme ich an mein Wunschseminar?
  • Wenn ich meine erste Examensarbeit/Masterarbeit im 1. Fach schreibe, muss ich die zweite dann im 2. Fach schreiben?

Diese und viele weitere Fragen wurden von Frau Beate Günther vom Studienseminar Hannover I im folgenden Dokument beantwortet:

FAQ-Das Referendariat von der Bewerbungs- bis zur Abschlussphase

Für weitere Informationen zum Referendariat in Niedersachsen nutzen Sie bitte die Webseiten des Niedersächsischen Bildungsservers:

NIBIS

Kurzinfo: Postgraduate Certificate in Education

Für Studierende mit einem deutschen Staatsexamen im Fach Englisch besteht die Möglichkeit, in GB ein Postgraduierten-Studium (Postgraduate Certificate in Education) zu absolvieren und auf diese Weise die britische Lehrbefähigung für eines ihrer studierten Fächer zu erwerben. Voraussetzung zur Aufnahme eines PGCE-Studiums ist ein universitärer Abschluss in dem Fach, für welches man die Lehrbefähigung erhalten möchte (z.B. ist mit einem Staatsexamen im Fach Biologie eine Bewerbung für einen PGCE science-Kurs möglich bzw. mit einem Staatsexamen im Fach Darstellendes Spiel eine Bewerbung für einen PGCE drama-Kurs). Voraussetzung für alle PGCE-Kurse sind sehr gute Englischkenntnisse sowie Mathematikkenntnisse und ICT-Kenntnisse auf dem Level der britischen GCSE-Prüfung (ein deutsches Abitur ist dafür in der Regel als Nachweis ausreichend). 

Für einen PGCE German kann sich in der Regel jeder studierte Muttersprachler bewerben, ein Universitätsabschluss in Deutsch ist nicht notwendig, native speaker werden sehr gerne als Bewerber aufgenommen.

Die PGCE-Kurse werden im primary oder secondary Bereich an fast allen britischen Universitäten angeboten und dauern ein Jahr. Die Bewerbung erfolgt über die zentrale Studienplatzvergabestelle (General Teacher Training Registry), die Kurse beginnen in der Regel jeweils zum September. Bewerbungen sind zwischen November und Mai möglich.

Alle PGCE –Kurse folgen einer ähnliche Grundstruktur, die sich aus wechselnden längeren Praxisphasen an Schulen (teaching placements, mit eigenverantwortlichem Unterricht) sowie Blockunterricht an den Universitäten zusammensetzt. Zusätzliche Studienleistungen sind regelmäßige Hausarbeiten, das Erstellen eines Portfolios sowie Unterrichtsbesuche und Lehrproben. Dabei werden die Studierenden kontinuierlich über das gesamt Jahr hinweg beurteilt; eine abschließende Examens- bzw. Prüfungsphase gibt es nicht. Am Ende der Ausbildung erhalten die Studierenden den Qualified Teacher Status und können damit in den britischen Schuldienst eintreten.

Für alle PGCE-Kurse wird eine Kursgebühr erhoben, gleichzeitig wird die Ausbildung (ebenso wie das deutsche Referendariat) vergütet, so dass die Lebenshaltungskosten und die Gebühren gedeckt werden können. Für die Anerkennung des PGCE in Deutschland gelten je nach Bundesland unterschiedliche Regelungen. Die Anerkennung eines PGCE-Abschlusses als Ersatz für das Referendariat ist aber generell möglich! In manchen Fällen müssen die zurückkehrenden Lehrkräfte einen so genannten Anpassungslehrgang (in Hessen z.Zt. mit einer Dauer von 18 Monaten) absolvieren und auf diese Weise die Lehrbefähigung für ihr zweites Fach nachholen. In anderen Bundesländern erfolgt die Anerkennung des PGCE als Zweites Staatsexamen auch ohne Anpassungslehrgang. Generell besteht seit längerem die Forderung, die Anerkennungsformalitäten anzugleichen und PGCE-Absolventen den Berufseinstieg in das deutsche Schulwesen zu erleichtern.

(aus: Küppers, Almut (2006) Bunte Berufsbiografien – Zur Situation von PGCE-AbsolventInnen während des Teacher Training in England und nach ihrer Rückkehr in Deutschland.

www.artbitter.de/akueppers2/person/publikationen.htm

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